Videos mit dem Smartphone drehen: Sicher vor der Kamera wirken

Vor der Kamera stehen und ein Video drehen: Übung statt Talent

Du willst ein kurzes Video mit dem Smartphone aufnehmen. Eigentlich nur 30 Sekunden.

Du drückst auf Aufnahme … und zack:
Die Hände wissen plötzlich nicht mehr, wohin. Die Stimme klingt ungewohnt.
Der Blick wandert irgendwohin, nur nicht in die Kamera.

Viele Menschen erleben genau diesen Moment, wenn sie zum ersten Mal selbst vor der Kamera stehen und ein Video drehen. 

Und dann kommt dieser Satz im Kopf. Schnell. Und gnadenlos.

„Ich kann das einfach nicht.“

Aber ja doch. Du kannst das. Nur noch nicht auf Knopfdruck.

Und genau da liegt der Unterschied.

Sicher vor der Kamera zu wirken ist kein angeborenes Talent. Aber die gute Nachricht ist: es ist eine Fähigkeit, die man lernen und trainieren kann.

Smartphone auf einem Gimbal filmt eine Unternehmerin beim Videodreh.

Was in diesem Moment eigentlich passiert

Vor der Kamera passiert oft nicht „zu wenig“. Sondern zu viel auf einmal.

Dein Gehirn jongliert gleichzeitig mit:

  • Kamera, Licht und Ton

  • dem Inhalt, den du sagen möchtest

  • deiner Körpersprache

  • deiner Stimme

  • und dem Wunsch, bitte möglichst natürlich zu wirken

Das ist ein bisschen wie beim Autofahren lernen:  Motor starten, Kupplung treten , Gas geben, anfahren, lenken, blinken und nebenbei noch auf den Verkehr achten.

Erinnerst du dich noch daran?

Am Anfang wirkt alles gleichzeitig und ziemlich kompliziert. Mit der Zeit wird es Routine.

Dazu kommt noch etwas anderes: Du kennst dich aus dem Spiegel, nicht aus der Kameraansicht.

Darum wirkt dein Bild und auch deine Stimme auf dich oft ungewohnt. Aber ungewohnt heißt nicht schlecht.

Es heißt nur: Du kannst es Schritt für Schritt trainieren.

Warum das für dein Business entscheidend ist

Heute wirst du nicht mehr nur über gut geschriebene Texte wahrgenommen. Videos gehören zu den wirksamsten Formaten für Sichtbarkeit.

Menschen möchten dich sehen, hören und einordnen können:
Wer bist du?
Was machst du?
Wie wirkst du?

Das passiert in kurzen Videos, Reels, Zoom-Calls, Interviews, Statements oder auf deiner Website.

Genau deshalb ist deine Präsenz vor der Kamera nicht einfach nur ein Nice-to-have. Sie ist ein wichtiger Teil deiner Kommunikationsstrategie.

Denn Menschen entscheiden oft in wenigen Sekunden:

  • Wirkt die Person klar?

  • Wirkt sie sicher?

  • Wirkt sie glaubwürdig?

Wenn du vor der Kamera ruhiger und präsenter wirkst, wird deine Botschaft stärker. Wenn deine Botschaft stärker wirkt, entsteht schneller Vertrauen.

Und Vertrauen ist im Business kein Extra.
Es ist die Grundlage für gute geschäftliche Beziehungen.

Dafür brauchst du keine Show. Und schon gar nicht Perfektion. Du brauchst Übung, Struktur und Training.

Drei Dinge, die du sofort vor der Kamera verbessern kannst

1. Gib dir vor jeder Aufnahme einen klaren Startpunkt

Viele starten hektisch, Kamera an losreden,  abbrechen und nochmal.

Das stresst. Und Stress sieht man dir an. 

Mach vor jeder Aufnahme lieber ein kurzes Start-Ritual. Immer gleich und simpel.

Zum Beispiel:

  • einmal bewusst ausatmen

  • die Schultern lockern

  • direkt in die Linse schauen

  • mit einem klaren Einstiegssatz beginnen, zum Beispiel:
    „In diesem Video geht es um …“

So gibst du dir selbst einen festen Anfang.

Das hilft dir, im Thema anzukommen.
Und wenn du innerlich ankommst, wirkt auch dein Auftritt sofort ruhiger, klarer und sicherer.

2. Verbessere nie alles gleichzeitig

Das ist einer der häufigsten Fehler. Du willst bei einem Video sofort alles optimieren:

  • Stimme
  • Tempo
  • Haltung
  • Mimik
  • Blick
  • Inhalt
  • Einstieg
  • Technik

Damit machst du dir unötig viel Druck.

Nimm dir besser pro Video nur einen Punkt vor. So verbesserst du dich Schritt für Schritt und vor allem nachhaltiger. 

  • heute: klarer erster Satz
  • morgen: Blick in die Kamera halten
  • nächstes Mal: langsamer sprechen

So baust du nach und nach mehr Sicherheit auf. Und du vermeidest, dich vor der Kamera zu überfordern.

3. Reduziere Technik-Chaos, dann steigt deine Präsenz automatisch

Viele Menschen sind von der Technik genervt.
Und das kann ich gut verstehen.

Wenn du jedes Mal wieder neu anfangen musst, einen Platz suchst, das passende Licht einrichtest, den Hintergrund prüfst und alles erst aufbauen musst, verlierst du schon vor dem ersten Satz viel Energie.

Du bist müde, bevor die Aufnahme überhaupt beginnt.

Mach es dir leichter und arbeite mit einer festen Routine.

Zum Beispiel so:

  • platziere die Smartphone-Kamera auf Augenhöhe

  • nutze möglichst einen festen Aufnahmeplatz

  • achte auf einen ruhigen Hintergrund

  • wähle gutes Licht von vorne oder leicht seitlich, oft reicht schon Tageslicht

  • verwende möglichst immer ein Mikrofon

Je weniger du dich um das Setting kümmern musst, desto mehr Raum bleibt für deine Präsenz vor der Kamera.

Und genau darauf kommt es an.

Regelmäßiges Training gibt dir Sicherheit. Dabei hilft dir schon diese kleine 10-Minuten-Übung.

Los geht’s: 3 kurze Aufnahmen, ein Thema

Nimm ein kurzes Video auf, etwa 30 Sekunden lang, zu einem Thema, das du gut kennst und über das du leicht sprechen kannst.

Zum Beispiel:

  • ein schneller Tipp aus deinem Alltag

  • eine häufige Frage von Kund:innen

  • ein kurzer Satz zu deinem Angebot

Dann nimm dasselbe Video dreimal auf:

Aufnahme 1:
Sprich einfach drauflos. Ohne Bewertung.

Aufnahme 2:
Achte nur auf den Blickkontakt zur Kamera.

Aufnahme 3:
Achte auf ein ruhiges Tempo und kleine Pausen.

Danach schaust du dir die Aufnahmen an und beantwortest dir nur diese zwei Fragen:

  • Was funktioniert schon gut?

  • Was trainiere ich als Nächstes?

Mehr brauchst du nicht.

So arbeitest du dich Schritt für Schritt voran und wirst mit jeder Aufnahme sicherer.

Und deinen inneren Kritiker?
Den stellst du in dieser Übung bitte auf Lautstärke null.

Dein nächster Schritt

Wenn du beim Filmen oft denkst: „Live wirke ich viel besser als im Video“, dann bist du nicht allein.

Das ist kein Zeichen dafür, dass du ungeeignet bist. Es ist ein Zeichen dafür, dass du an einem Punkt bist, an dem Training den Unterschied macht.

Und genau da wird es spannend. Denn ab jetzt kannst du etwas verändern. Wenn du magst, schreib mir gern:  Was bringt dich vor der Kamera aktuell am meisten aus dem Konzept? Der Einstieg? Die Stimme? Der Blick? Die Nervosität?

Wenn du das Thema professionell angehen willst, dann ist der Workshop „Deine Präsenz ist deine Wirkungs“ das Richtige für dich. Hier findest du Anleitungen, Übungen von Profis sowie ein ehrliches Feedback.

Wenn du regelmäßig Videos mit dem Smartphone aufnehmen möchtest, hilft dir eine klare Struktur und etwas Übung vor der Kamera. Genau darum geht es in meinen Trainings rund um Videodreh und visuelle Kommunikation.

Denn Sichtbarkeit wird leichter, wenn du sie nicht dem Zufall überlässt.

In diesem Sinne #mansiehtsich,  Simone

Raus aus der Theorie, und direkt rein ins Bild.

Denn gute Bildsprache entsteht nicht zwischen zwei Tabs.

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